Du gibst deine Adresse ohne www ein und landest auf der Website. Ein Kunde verwendet www und sieht eine Fehlermeldung. Die Domain ist dieselbe, trotzdem wurden technisch zwei verschiedene Hostnamen angesprochen. Genau diese kleine Lücke lässt sich bei einem Website-Start leicht übersehen.
Beide Varianten vorbereiten
Entscheide zuerst, welche Schreibweise du öffentlich nutzen möchtest. Ein kurzer Name ohne www kann gut auf Drucksorten passen; eine bestehende Marke kann seit Jahren konsequent www verwenden. Für kleine Websites ist die Einheitlichkeit häufig wichtiger als ein Wechsel aus Gewohnheit.
Danach müssen DNS und Webserver die vorgesehenen Varianten kennen. Prüfe zusätzlich die Zertifikatsabdeckung. Bei einer HTTPS-Anfrage findet die sichere Verbindung statt, bevor der Browser einer Weiterleitung folgt. Ein Zertifikatsproblem an der Ausgangsadresse verschwindet deshalb nicht durch ein korrektes Ziel.
Weiterleitung bis zur Unterseite prüfen
Teste nicht nur die Startseite. Rufe beispielsweise eine Unterseite einmal mit und einmal ohne www auf. Die Weiterleitung sollte den passenden Pfad erhalten und nicht alle Aufrufe zur Startseite schicken. Achte auch auf notwendige Suchparameter.
Mehrere kleine Regeln können eine unnötige Kette erzeugen: erst HTTP zu HTTPS, dann www entfernen und danach noch einen Pfad umbenennen. Prüfe den tatsächlichen Ablauf im Netzwerkbereich der Browser-Werkzeuge. Eine verständliche direkte Zuordnung ist leichter zu warten.
Die gewählte Adresse durchziehen
Verwende dieselbe Hauptvariante in internen Links, Sitemap, Canonical-Angaben und externen Profilen. Sonst muss sich der Server ständig selbst korrigieren. Aktualisiere auch Vorlagen für Newsletter und Signaturen, wenn dort noch eine alte Adresse steht.
Ein Wechsel einer lange verwendeten Hauptadresse verdient einen kleinen Plan und eine anschließende Kontrolle. Für einen neuen Auftritt genügt oft eine kurze Liste mit allen Varianten und dem gewünschten Ziel. Was HTTPS dabei absichert, erklärt unser Zertifikatsartikel.