Eine Adresse mit „ü“ kann den Firmennamen genauer wiedergeben als die Schreibweise mit „ue“. Im Browser sieht das angenehm selbstverständlich aus. Hinter den Kulissen braucht ein solcher Name allerdings eine technische Darstellung, mit der DNS arbeiten kann.
Zwei Darstellungen desselben Namens
Internationalisierte Domainnamen, kurz IDN, können zugelassene Zeichen außerhalb des einfachen lateinischen Alphabets enthalten. Die technische ASCII-Darstellung beginnt bei entsprechenden Labels mit „xn--“. Für .at beschreibt nic.at diese Umwandlung in seinen Registrierungsrichtlinien.
Dass eine Domain im Browser funktioniert, beantwortet noch nicht jede Frage. Verwaltungsoberflächen, ältere Formulare und einzelne Anwendungen können die technische Schreibweise anzeigen oder unterschiedlich mit Sonderzeichen umgehen. Deshalb ist ein Test mit den tatsächlich verwendeten Diensten sinnvoll.
Die E-Mail-Adresse gesondert testen
Leite aus einer funktionierenden Website nicht automatisch ab, dass jede gewünschte E-Mail-Konstellation genauso unterstützt wird. Prüfe die konkrete Domain beim Mailanbieter und in den eingesetzten Programmen. Teste auch Registrierungsformulare bei wichtigen Geschäftspartnern.
Für einen Betrieb mit internationaler Kundschaft kommt noch die Eingabe hinzu: Nicht jede Tastatur macht den Umlaut gleich leicht zugänglich. Bei einer Adresse, die häufig mündlich weitergegeben wird, kann die ausgeschriebene Variante deshalb praktisch sein.
Eine bewusste Hauptadresse wählen
Wenn du beide Varianten nutzt, entscheide, welche auf Briefpapier und Website steht. Richte die andere als passende Weiterleitung ein und prüfe HTTPS auch für diese Adresse. Eine Weiterleitung ohne funktionierende Verbindung am Ausgangspunkt kann bereits vor dem Ziel scheitern.
Schreibe außerdem beide Darstellungen in die Projektdokumentation. Das erspart später Rätsel, wenn ein technischer Ansprechpartner eine Adresse mit „xn--“ nennt. Sie ist nicht automatisch eine fremde Domain, sondern kann die technische Form deines eigenen Namens sein.
Die allgemeine Namenswahl behandelt der Domainnamen-Artikel. Bei Umlauten lautet die zusätzliche Frage: Funktioniert die gewünschte Schreibweise auch in deinem tatsächlichen Arbeitsalltag?