Du hast zwei Varianten vor dir: den Firmennamen zusammengeschrieben oder mit Bindestrich. Beide sehen brauchbar aus. Eine pauschale Regel, dass eine davon immer besser wäre, hilft hier wenig. Wichtiger ist, wie Menschen deine Adresse im Alltag bekommen.
Gedruckt und gesprochen wirken Namen anders
Auf einem Fahrzeug oder einem Plakat kann ein Bindestrich lange Wörter leichter lesbar machen. Am Telefon musst du ihn ausdrücklich nennen. In einem Gespräch wird aus einer kurzen Adresse schnell eine kleine Buchstabieraufgabe.
Teste beide Varianten in einer typischen Situation. Wenn dein Geschäft viele telefonische Anfragen bekommt, ist das Diktieren besonders wichtig. Wenn die Adresse meist über einen Link aufgerufen wird, spielt dieser Punkt eine kleinere Rolle. Ungewöhnliche Schreibweisen verschwinden dadurch allerdings nicht.
Verwechslungen einkalkulieren
Überlege, was passiert, wenn jemand den Bindestrich weglässt. Führt die andere Variante zu einem fremden Angebot, kann das irritieren. Mehrere Domains zu besitzen kann einen Teil solcher Verwechslungen abfangen; daraus folgt aber nicht, dass du jede denkbare Schreibweise registrieren musst.
Wähle eine Hauptadresse. Wenn zusätzliche Varianten dazugehören, sollten sie konsistent weiterleiten. Zwei getrennte Kopien derselben Website sind für diese Aufgabe unnötig und machen Änderungen später komplizierter.
Nicht für Suchmaschinen buchstabieren
Ein Domainname muss nicht jede angebotene Leistung enthalten. Lange Ketten aus Ort, Branche und Werbeversprechen werden schwer merkbar. Ein klarer Name mit gut erklärten Leistungen auf der Website ist im täglichen Umgang meist praktischer als eine Adresse, die einen ganzen Satz ersetzt.
Lege beide Kandidaten neben eine E-Mail-Signatur und auf eine kleine Druckvorlage. Bitte eine zweite Person, die Adresse abzutippen, ohne sie vorher zu erklären. Die Stellen, an denen sie zögert, sind für deine Entscheidung wertvoller als allgemeine Vorlieben für oder gegen Bindestriche.
Weitere Auswahlfragen findest du im Domain-Ratgeber. Am Ende zählt, dass du die gewählte Schreibweise überall gleich verwendest.